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Grundsatzpapier Ökodorf Sieben Linden 

Der folgende Text beinhaltet die wesentlichen und von allen Bewohner_innen getragenen Ziele des Ökodorfprojektes. das sind sowohl die ursprünglichen Leitsätze, die das Projekt Ende der 1980er Jahre begründeten, als auch einige Gedanken, die aus den Erfahrungen beim bisherigen Aufbau resultieren. Der Text ist in einem stetigen Prozess, d.h. die jetzige Fassung spiegelt den derzeitigen Stand unserer Vision wider.

Voraussetzung für die Aufnahme in unsere Genossenschaft und den Zuzug nach Sieben Linden ist die Zustimmung zu dieser Vision. 

Die Vision eines ganzheitlichen Dorfes

Wir wollen eine sozial und ökologisch ausgerichtete Siedlung für bis zu 300 Menschen aufbauen. Im Mittelpunkt unseres Tun und Denkens steht die Verantwortung für die Welt, in der wir leben.

Unser Ziel ist die Kooperation von Mensch und Natur.

Überschaubare Strukturen, weitgehende Selbstversorgung und Selbstverantwortung sind die Grundlagen für dieses Vorhaben.

Wir gehen davon aus, dass wichtige Fragen dieser Zeit ganzheitlicher Lösungsansätze bedürfen. In den überschaubaren Strukturen eines Dorfes ist diese Ganzheitlichkeit möglich. Hier können Ökologie in allen Lebensbereichen, soziale und globale Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit gegenüber Mensch und Natur, naturnahes Leben und Verantwortung für das eigene Sein, Reden und Handeln, Freude und Kreativität im täglichen Tun, individuelle Entwicklung und spirituelle Suche gelebt werden, einander bedingen und beeinflussen. Das Dorf ist in seiner kleinteiligen und dezentralen Struktur ein sich selbst organisierendes Wesen. Wir bauen auf den Synergie-Effekt einer solchen Lebensweise.

Der Aufbau dieser Lebensform bedeutet, sich auf einen offenen Prozess der Suche und des Experimentierens einzulassen. Die Siedlung entsteht in einem organischen Wachstumsprozess, in dem die Kontinuität der Entwicklung durch die Aufnahme und Integration neuer Mitglieder gewährleistet wird.

Wir sind ein weltoffenes und gastfreundliches Dorf. Wir begrüßen Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, Altersgruppen und sozialen Schichten.

Selbstverständnis der Gemeinschaft

Das Ökodorf Sieben Linden ist eine Lebens- und Dorfgemeinschaft, in der unterschiedliche Wege einer zukunftsfähigen Lebensweise entwickelt und erprobt werden. Es ist ein Ort für persönliches Wachstum, für Suchende, die keine fertigen Antworten brauchen. In dieser Lebensschule mit ihren vielen Experimentierfeldern und ihren unterschiedlichen Antworten braucht es vor allem eine ehrliche Kommunikation mit sich selbst und den anderen. 

Die gemeinsamen Ziele einer ökologischen, sozial und global gerechten Lebensweise stellen radikale Fragen an jeden Einzelnen von uns. Keine „richtige Erkenntnis“ und kein „hohes Ziel“ lässt sich hier gegen die Anderen durchsetzen.

Wir besitzen keine für alle verbindliche Weltanschauung oder geistige Führung, die uns den Weg weisen könnte. Was wir oft als mangelnde Einigkeit betrachten, ist auch unsere große Stärke: das Aushalten der Fragen und Anerkennen der Widersprüche unseres Menschseins – die „Einheit in der Vielfalt“.

Wir sind ein empfängliches, offenes System, das sich unter Einbeziehung aller Teile selbst organisiert. Das bedeutet jedoch keine Schein-Harmonie und Beliebigkeit. Unterschiede und Konflikte untereinander auszuhalten ist harte Arbeit, vor allem an sich selbst. Eine gemeinsame Praxis dieses „sensiblen Chaos“ kann nur gelingen, wenn wir uns ständig um Verständnis bemühen und uns immer wieder füreinander öffnen. Wie in einem gesellschaftlichen Mikrokosmos spiegeln wir realitätsnah die grundlegenden Themen der Welt in unserer Gemeinschaft wieder. Hier suchen wir die Einheit hinter den Gegensätzen, um sie in eine kooperative Sichtweise zu transformieren, die neue Lösungswege aufzeigt. 

Diese Offenheit braucht jedoch auch Schutz und Vertrauen durch gemeinsame Ausrichtung und Methoden: 

Wir erkennen gegenseitig unser Menschsein an und unterstützen die Entwicklung jeder/jedes Einzelnen. Der Alltag mit seinen vielfältigen Herausforderungen beim Aufbau und Leben im Ökodorf ist für uns eine Übung im bewussten und freudvollen Umgang mit uns selbst, mit den anderen und unserer gesamten Mitwelt. Alle anderen Ziele und Projekte der Gemeinschaft sind eingebettet in diese Werte und werden auf dieser menschlichen Basis lebendig. 

Wir erproben undogmatische spirituelle und kulturelle Wege und Methoden, die uns eine Erfahrung der ursprünglichen Einheit von Mensch und Natur geben können oder uns in sozialen Prozessen weiterhelfen. 

Wir bauen im Ökodorf Sieben Linden einen Raum der gegenseitigen Achtung und des Vertrauens auf, der uns schützt und nährt.

Verabredung zur bewussten Kommunikation

1. Wahrnehmung

Im Kontakt mit uns selbst und anderen können wir uns unsere Stärken und Schwächen bewusst machen und Verbindendes und Trennendes anschauen. Wir schaffen einen Raum der Wahrnehmung und spüren, was das Leben uns mitzuteilen hat. 

2. Selbstverantwortung

Alle Werte gelten zuallererst für mich selbst. ICH übernehme die Verantwortung für mein Handeln und Fühlen. Ich finde meinen Platz und meine individuelle Wahrheit im Ganzen und kann auch die Wahrheit der/des Anderen achten und schätzen. 

3. Dialog

Gemeinschaft beginnt mit dem Interesse füreinander und dem Kontakt zwischen zwei Menschen. Wir unterstützen uns darin, den Weg zueinander zu finden, im direkten Kontakt von Du zu Du.

4. Wertschätzung

Wir schaffen eine Lebensweise der gegenseitigen Würdigung und Anerkennung, damit unser Potential sich entfalten kann

5. Vertrauen  

Persönliche Entwicklung ist ein Akt der Öffnung und braucht Selbstvertrauen und Vertrauen in die Anderen. Unsere Lebensäußerungen einschließlich unserer Schwächen sind Teile unserer Persönlichkeit und brauchen einen verständnisvollen Umgang. 

6. Kreative Spannung 

Wir erkennen Unterschiede und Spannungen, Sonnen- wie Schattenseiten in uns und zwischen uns an. Wir lernen Widersprüche schöpferisch zu nutzen und die Kraft des umfassenden „Ja“ und des präzisen „Nein“ zu entwickeln und auszusprechen.

7. Wachstum 

Unser Ziel ist es, immer wieder neu wahrzunehmen und daran persönlich zu wachsen. Wir wollen eine nicht-verurteilende Sichtweise entwickeln, denn wahrnehmen lernen heißt auch lieben lernen. 

8. Zuhören

Wir hören einander aufmerksam zu und teilen uns aufrichtig mit, was in uns jetzt lebendig ist.

Entscheidungen

Wir streben an, alle Entscheidungen im Konsens aller Betroffenen zu treffen. Wir halten diese Kultur des Einvernehmens für das Zusammenleben unserer Gemeinschaft für wesentlich. Alle Menschen, die hier leben, sollten mit den gemeinsam getroffenen Entscheidungen zumindest leben können. Das heißt nicht, inhaltlich einer Meinung sein zu müssen. Nicht Übereinstimmung und Gleichförmigkeit ist oberstes Ziel sondern die gegenseitige Akzeptanz und das gemeinsame Suchen nach einer für möglichst alle guten Lösung.

Mit zunehmender Größe haben wir ein differenziertes Entscheidungsmodell entwickelt. Wir unterscheiden inzwischen zwischen „Ja“ – „Unentschieden“ – „Nein“ und „Veto“ und nehmen in Vollversammlungen Entscheidungen nur dann an, wenn mindestens 2/3 der stimmberechtigten Anwesenden mit Ja stimmen. Ein Veto bedeutet, dass der Beschluss noch mal überdacht werden muss, kann aber, wenn sich keine gemeinsame Lösung findet, bei einer folgenden Sitzung übergangen werden.

Außerdem experimentieren wir in jüngster Zeit mit der Soziokratie und dem Systemischen Konsensieren um bei unseren Sachentscheidungen zu einem „gut genug für jetzt“ und „sicher genug es auszuprobieren“ zu kommen.

Die Grundlage des Mitspracherechts bei Entscheidungen ist das Betroffenheitsprinzip, d. h. mitentscheiden kann nur, wer auch die Folgen mitträgt.

In einer großen Gemeinschaft braucht es dezentrale Strukturen, die es möglich machen, die vielen Entscheidungen ohne großen Abstimmungsaufwand zu treffen und dennoch möglichst viele an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Eine größere Überschaubarkeit und Vereinfachung unseres Alltags kann so mit einer Stärkung der Verantwortung und Kompetenzen des Einzelnen einhergehen. Jede_r ist aufgerufen ihre/seine Talente einzubringen und ihren/seinen Platz im gesamten Gefüge der Gemeinschaft zu finden. Damit kann diese Struktur auch eine Herausforderung und Chance zu persönlichem Wachstum bieten. Mit einer dezentralen Entscheidungsfindung durch diejenigen, die auch die jeweilige Arbeit kennen und tragen, kann eine direkte Kommunikation der kurzen Wege von „Du zu Du“ stattfinden. In der Praxis bedeutet dies, dass wir uns wünschen, dass alle Bewohner_innen in Kleingruppen, die jeweils für bestimmte Bereiche eine Entscheidungskompetenz haben, mitarbeiten und dort Verantwortung für die Gesamtgemeinschaft übernehmen und Entscheidungen für diesen Bereich fällen. 

Wir arbeiten und entscheiden in nicht-hierarchischen Strukturen. Das Entstehen von unterschwelligen Machtstrukturen ist uns bewusst. Aus dem Gefälle an Kompetenz in verschiedenen Bereichen, der unterschiedlichen Dauer der Mitarbeit und Bewohner_innenschaft, unterschiedlicher Zeitkapazität für Mitarbeit, der nicht gleichen Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, unterschiedlicher Arten die eigene Meinung zu bewerten und durchzusetzen entstehen Machtkonzentrationen, die es immer wieder zu hinterfragen gilt. Wobei hierzu sowohl die „Mächtigen und Lauten“ beitragen als auch jene, die Verantwortung abgeben. Es gilt hier das Interesse des Ganzen und der Einzelnen immer wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ökologie und Selbstversorgung

Wir sind uns bewusst, dass wir mit unserem Konsum großen Einfluss auf den ökologischen und sozialen Zustand unserer Erde ausüben. Wenn wir Dinge konsumieren, die unter Umweltverschmutzung oder Ausbeutung hergestellt wurden, beteiligen wir uns dadurch an Umweltverschmutzung oder Ausbeutung. 

Uns ist Umweltverträglichkeit und schonender Umgang mit Ressourcen in allen Bereichen des täglichen Lebens wichtig: Beim HausbauMobilitätWassernutzungEnergieversorgung/ Infrastruktur, Müll, bei der Ernährung u.v.m.. Bei dem, was wir gemeinschaftlich einkaufen, prüfen wir, ob Material, Verpackung, Herkunft und Transport ökologisch und sozial vertretbar sind. Die Vernetzung mit der Region, d.h. Einkauf aus regionalen Bezugsquellen sehen wir als Erweiterung der Selbstversorgungsidee (siehe nächster Absatz). Der Aufbau von regionalen Versorgungsnetzen (Waren, Dienstleistungen und Geldverkehr) spielt eine wichtige Rolle in der Überwindung globaler Ausbeutung. 

Selbstversorgung, nicht nur mit Nahrung, sondern auch in weiteren Lebensbereichen (Bauen, medizinische Versorgung, Verwaltung, Kultur, Energieversorgung, Bildung) ist uns ein hoher Wert. Während ein Teil der Bewohner_innen eine weitgehende Selbstversorgung in allen Lebensbereichen anstreben, wird sie von anderen nur in Teilbereichen unterstützt. Das Bewusstsein für das Potential der Selbstversorgung zur schrittweisen Überwindung der globalen Ausbeutungsstrukturen verbindet uns. Selbstversorgung gebietet den schonenden Umgang mit den vorhandenen natürlichen Ressourcen, den regionalen Traditionen und den Fähigkeiten der beteiligten Menschen. Sie bildet die Grundlage einer kooperativen und selbstgestalteten Lebenswelt. Wir wünschen uns damit die Entstehung einer reichhaltigen Dorfkultur. 

Selbstversorgung bedeutet die eigene Arbeit wieder als Quelle der Selbstentfaltung zu entdecken. Der direktere Bezug zu unseren „Lebensmitteln“ führt uns zu einer gerechteren Wertschätzung von Arbeitskraft, Lebenszeit und Produkten. D.h. alle Arbeiten der Gemeinschaft werden dann wieder gleich geachtet und bewertet.

Die Gestaltung unserer Umwelt ist Ausdruck unserer eigenen inneren Ordnung. Indem wir unsere Gärten und Häuser kultivieren, kultivieren wir uns selbst. 

Ökonomie und Arbeit

Die Infrastruktur der Siedlung, die Gemeinschaftseinrichtungen und Unterstützung beim Entstehen von Betrieben werden von der Siedlungsgenossenschaft finanziert.

Jede_r Einzelne ist für ihren/seinen persönlichen Unterhalt selbst verantwortlich. Das Dorf mit seinen bereits verwirklichten Strukturen, Betrieben und Organisationen bietet einen begrenzten Raum an Erwerbsarbeit. Um die Grundbedürfnisse (Essen, Wohnen, Heizen, Gesundheit etc.) zu erfüllen, ist jede_r hier aufgefordert, kreative Lösungen für sich selbst zu finden. Es wird versucht gemeinschaftliche Betriebe zu gründen, die Arbeit gerecht zu entlohnen und die Kosten solidarisch zu tragen. Dem Bedarf an Geld von außen muss Rechnung getragen werden, d.h. das Dorf braucht Menschen und Betriebe, die nach außen wirtschaften.

Betriebe, Einrichtungen in verschiedenen Rechtsformen (Vereine, Genossenschaften, GmbHs etc.) und Nachbarschaften werden (wenn nötig im Rahmen von Verträgen mit der Siedlungsgenossenschaft) eigenverantwortlich getragen. Hier können individuelle oder kollektive Ökonomien in unterschiedlichen Rechtsformen praktiziert werden.

Damit auch finanziell schwächere Menschen im Ökodorf leben und arbeiten können und zu starke Einkommensgefälle vermieden werden, wird versucht , z. B. über sozialen Wohnungsbau, spezielle Fördermittel, gegenseitige Kredite und verschiedene Modelle gemeinsamer Ökonomie einen Ausgleich zu finden.

In einer gemeinsamen Haushaltskasse werden Nahrung, Putz- und Waschmittel solidarisch getragen. D.h. in die Haushaltskasse wird von den meisten gleichermaßen eingezahlt, die Entnahme der Lebensmittel erfolgt nach Bedarf. Die Lebensmittelver-sorgung der Kinder wird in der Haushaltskasse von allen finanziell getragen. Die solidarische Haushaltskasse soll sowohl ein Gefühl der Fülle vermitteln, als auch die Verantwortung für die Versorgung der gesamten Dorfgemeinschaft in das Bewusstsein rücken.

Die Arbeit steht in einem Sinnzusammenhang durch das gemeinsame Projekt Ökodorf-Aufbau. Sie wird selbstverwaltet, selbstorganisiert und teamorientiert gestaltet. Man kann sich seine Arbeit „wieder selbst einteilen“. In den jeweiligen Arbeitsbereichen müssen sich die Menschen natürlich untereinander abstimmen. In gelegentlichen Gemeinschafts-aktionen wird die Kraft der vielen Hände spürbar.

Ankommen im Ökodorf heißt auch, die richtige Aufgabe gemäß den Fähigkeiten zu finden. Die stimmt womöglich nicht immer mit der „Profession“ zusammen und wandelt sich mit den Jahren. Selbstverantwortung heißt hier, sich wirklich für eine Aufgabe zu entscheiden und diese Entscheidung immer wieder zu überprüfen. Wenn in der Gemeinschaft die Menschen am richtigen Platz wirken, gibt es weniger Reibungsverluste und ein freudvolleres Zusammenarbeiten.

Das Ökodorf wird größtenteils von ehrenamtlicher Arbeit getragen. Es wird von allen erwartet, dass sie sich neben der qualifizierten Arbeit in einem eigenen Verantwortungsbereich, der Teilnahme an Arbeitgruppen auch an Hilfsarbeiten, Arbeiten im Haushalt und Gemeinschaftsaktionen beteiligen. Es wird versucht den Ausgleich von Ehrenamt und bezahlter Tätigkeit auf gerechte Füße zu stellen. D.h. wir versuchen sowohl die Bedürfnisse der Einzelnen (z.B. Kinderversorgung, Finanzlage) zu sehen, das finanziell überhaupt Mögliche zu betrachten und auf die Bedürfnisse des Ganzen abzustimmen.

Wir sind uns bewusst, dass wir uns in Fragen des Geldes auf ganz heiklem Terrain bewegen, was sowohl die persönliche Geldbiographie anbelangt, als auch die leistungsorientierte Prägung durch die Gesellschaft und nicht zuletzt die uns umgebende ökonomische Realität, der wir uns nicht entziehen können bzw. deren Teil wir sind. Wirklich solidarische ökonomische Strukturen aufzubauen, ist ein langer Weg, dem wir uns immer wieder stellen.

Indem wir möglichst viele Arbeitsplätze im Dorf und seiner Umgebung schaffen, bzw. unsere Außenarbeiten in Übereinstimmung zu unseren Zielen stehen, ergänzen und bündeln wir diese Energien zu einem immer dichter werdenden Netz der gegenseitigen Unterstützung.

Regionales und gesellschaftliches Engagement

Wir streben eine ideelle und materielle Vernetzung mit gleichgesinnten Projekten und einen sozialen und ökonomischen Austausch mit der unmittelbaren Umgebung an. Wir möchten unseren Teil zu einer nachhaltigen Entwicklung von Gemeinde und Region beitragen. Wir suchen die Auseinandersetzung und Kooperation mit der bestehenden Gesellschaft.

Durch unser Engagement beim Aufbau des Ökodorfes arbeiten wir durch unser eigenes Beispiel und zusammen mit anderen Projekten und Bewegungen am Aufbau einer gesellschaftlichen Alternative und treten für diese öffentlich ein. Unser Projekt ist ein Beitrag zur Veränderung, aber es entbindet uns nicht der Verantwortung, auch darüber hinaus politisch Stellung zu beziehen.

Unser Weg dazu ist der, den wir auch innerhalb der Gemeinschaft gehen: ein konstruktiver und gewaltfreier Umgang mit Konflikten. Aus dem Rückhalt der Gemeinschaft heraus können wir an der „Graswurzel-Bewegung“ mitwirken, unser ökologisches Knowhow und unsere Erfahrungen (z.B. Ökologie und Konfliktlösungsmethoden) einbringen.

Solange wir über uns selbst und miteinander lachen können, sind wir auf dem Weg.

(aktualisiert und beschlossen 6/15)