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Oekonomie

Gemeinschaftlich tragen: Land und Infrastruktur

Die Basis des gemeinsamen Projektes Ökodorf steht auf gleichberechtigten und rechtlich abgesicherten Füßen. Als Mitglied der Siedlungsgenossenschaft Ökodorf (SiGe) finanziert jede_r Bewohner_in mit einen Anteil von knapp 13.000 Euro das gesamte Land (81,5 ha) und die Infrastruktur. Die SiGe übernimmt im Dorf viele Gemeindepflichten. Die laufenden Betriebskosten bezahlen wir mit einer monatlichen Nutzungsgebühr von ca. 100 Euro.

Genossenschaftlich und nachbarschaftlich getragen: 

Finanzierung der Häuser

Aktuell stehen acht Wohnhäuser sowie das Regiohaus/Seminarzentrum, gebaut in Niedrigenergie- bis Passivhausstandard, in Sieben Linden. Diese werden bewohnt von den jeweiligen Nachbarschaften oder Wohngruppen. Die Wohnungsgenossenschaft Sieben Linden (WoGe) bietet den rechtlichen und finanziellen Rahmen für einen Teil der Bauvorhaben. Jede_r zukünftige Bewohner_in dieser Häuser bringt den finanziellen Pflichtanteil und Eigenleistungsstunden in die WoGe ein. Der ausstehende Kapitalbedarf wird entweder durch Mehreinlagen der Bewohner_innen oder durch die WoGe gedeckt, die dafür gegebenenfalls private oder Bankdarlehen aufnimmt. Nach dem Einzug zahlen die Bewohner_innen je nach eingebrachtem finanziellen Eigenanteil mehr oder weniger Miete. Alle Bewohner_innen haben sich mit Eigenleistungsstunden in den Bau der Häuser einzubringen.

Die Wertschöpfung im Dorf belassen: 

Sich selbst finanzieren

Grundsätzlich ist jede_r von uns für ihre oder seine Finanzierung selbst verantwortlich. Mit dem Angebot zahlreicher Verdienstmöglichkeiten als Angestellte_r oder Selbständige_r wird sowohl die Arbeitskraft wie auch die daraus resultierende Wertschöpfung im Dorf konzentriert. 
Arbeitgeber_innen sind die SiGe (Wald- und Gartenarbeit), die WoGe (Verwaltung), der Freundeskreis Ökodorf e.V. (Seminarbetrieb), der Naturwaren e.V. (Lebensmittelladen) und die "Michael Würfel Medienproduktion“ (eurotopia-Buch). Zahlreiche Selbständige stellen ihre Arbeit im und außerhalb vom Dorf zur Verfügung (Seminarleiter_innen, Handwerker_innen, Berater _innen etc.). Die Betriebe werden tlw. hier dargestellt. 
Jedes eingehende Geld, so das Bestreben, kreist mehrmals und ernährt somit möglichst viele Personen, bevor es das Dorf wieder verlässt. 

Wertschätzung geben: 

Arbeiten in Sieben Linden

Für den Auf- und Ausbau des Ökodorfs werden viele Arbeiten ehrenamtlich verrichtet – das

 ist die Grundlage des gemeinsamen Projektes. Wir verrichten regelmäßige Putzdienste (ca. eine Stunde pro Woche) und arbeiten in den verschiedenen Gremien und Arbeitsteams mit (ca. 5 Std pro Woche). Wertschätzung ist in unserer Gesellschaft in hohem Maße an Geld geknüpft. Das ist sie in Sieben Linden teilweise, teilweise nicht. Ehrenamtlicher Einsatz braucht Anerkennung durch persönlichen Dank (z.B. Dankesrunden). 

 

Nachhaltige Hauswirtschaft

Für alle in Sieben Linden gibt es eine gemeinschaftliche Versorgung mit Lebens- und Haushaltsmitteln. Für einen einheitlichen Tagessatz nimmt sich jede_r die benötigten Nahrungsmittel aus dem gemeinsamen Keller bzw. den Lagerräumen. Die Beiträge an unsere gemeinsame Lebensmittelversorgung für die Lebensmittelkosten der Kinder werden solidarisch von allen getragen. Wir achten beim Einkauf auf ökologische Standards, fairen Handel und regionale Herkunft.