Nachbarschaften und Wahlfamilien - Vielfalt erwünscht

Im Ökodorf verfolgen die Bewohner_innen nicht nur eine Lebens- und Denkweise: Sieben Linden ist eine Gemeinschaft von unterschiedlichen Gemeinschaften. In sogenannten Nachbarschaften verwirklichen deren Bewohner_innen ihr gemeinsames Lebenskonzept. Das definiert sich z.B. durch die Form der Bauweise, Ökonomie, Ernährung, Familiensituation oder auch durch die Ruhebedürftigkeit. Jede Nachbarschaft verfügt über ein Stück Land, auf dem sie die eigenen Häuser erbaut.

Bisher haben sich im Ökodorf folgende Nachbarschaften gegründet:

Die Nachbarschaft Nord- und Südhaus – „81,5“

 … setzt sich aus einigen Familien mit Kindern sowie Einzelpersonen zusammen, denen ein unkompliziertes Nebeneinander-Wohnen und gegenseitige Unterstützung wichtig ist. Haben mit der WoGe gebaut.

Die Nachbarschaft Brunnenwiese

… hat sich ein Haus „wie eine Spirale“ gebaut, in dem Spiritualität und Heilung wichtige Themen sind. Haben teilweise mit der WoGe gebaut.

Die Lebensgemeinschaft Poppauer Hof

… wohnt in einem mitlerweile eigenen Haus im Dorf Poppau. Derzeit leben am Hof 11 Erwachsene und 5 Kinder, als auch zwei Hunde, eine Katze und 5 Laufenten. Zusammen leben, bauen, träumen und feiern.  Generationsübergreifend, öko-logisch, einfach und selbstbestimmt, Garten, Bienen, Obstverarbeitung, Pizzasonntag, gemeinsames Mittag-essen, Kinderkleiderkammer und ein Esel für Hammed;-).. Dieses Haus gehörte bis 2012 der WoGe .

Die Nachbarschaft Windrose

… integriert in ihre Hausgemeinschaft mit 9 Erwachsenen und 7 Kindern auch den autistischen Bruder einer Bewohnerin. Haben mit der WoGe gebaut.

Das Globolo

… wird von einer kleinen Gemeinschaft belebt und gepflegt. Es ist ein Naturkunstwerk mit Wandelgang, Labyrinth, Weidenkuppel, Pizzaofen und 3 Jurten. Der Platz ist der Heiterkeit, der Stille und der Gastfreundschaft gewidmet.

Die Nachbarschaft Club 99

… hat sich Ende 2011 aufgelöst. Eine neue Gruppe ist mit neuem Namen am entstehen (siehe Wohngruppen). Sie haben mit dem Einfach Gut Leben e.V. 2 Häuser und 2 Strohballenkuppeln gebaut.

Weiterhin gibt es folgende Wohngruppen oder Wahlfamilien

Strohpolis

Im 3-stöckigen Mietshaus „Strohpolis“ finden sich Menschen zusammen – teilweise in WGs - , die noch keine Nachbarschaft gegründet haben oder sich keiner zugehörig fühlen. Das Haus wurde durch die WoGe gebaut.

Libelle

Das Passivhaus beherbergt eine WG mit fünf Erwachsenen und zwei Familien (insgesamt drei Kinder/Jugendliche). Haben mit der WoGe gebaut.

Die Bandit@s

In der „Villa Strohbunt“ und auf dem Gelände des ehemaligen „Club99“ wohnen jetzt die Bandit@s. Zwei Club-Bewohner_innen haben mit der sog. Bande „fusioniert“. Jetzt wohnen dort 6 Erwachsene, 1 Kind.

Villa Communia

Auch ein Überbleibsel vom Club99, in diesem Haus wohnen auch zwei ehemalige Club-Bewohner_innen mit zwei kleinen Kindern, das „eurotopia“-Büro und zwei weitere Erwachsene.

JuLekreis

Im JuLekreis wohnen die Menschen, die ein Jahr Freiwilligendienst (z.B. FÖJ) machen. Sie wohnen im Bauwagen und haben ein kleines Strohballenhaus als gemeinsamen Treffpunkt.

Und alle anderen?

Viele Bewohner_innen leben, solange sie nicht gebaut haben, im Bauwagen an Einzelstellplätzen oder in Wagenkreisen. Für die Zukunft ist angestrebt, dass nur 10% der Bewohner_innen in Bauwagen leben.