Schule

Zur Zeit besuchen die meisten Grundschulkinder aus dem Ökodorf die 24 km entfernte „Freie Schule Altmark“ in Depekolk. Die Eltern wechseln sich beim Fahrdienst mit dem VW-Bus ab, anders als per PKW ist Depekolk vom Ökodorf aus leider nicht erreichbar. Das Konzept der Freien Schule wurzelt in den Erkenntnissen der traditionellen Reformpädagogik (Montessori, Dewey, Freinet, Wild). Gemeinsam gestaltete Wochenpläne, Freiarbeit, Projekttage und -wochen sind in der Schule bewährte Arbeitsmethoden.
In Beetzendorf (6 km) gibt es eine staatliche Grundschule, eine Sekundarschule und ein Gymnasium. Einige Kinder besuchen die dortige Grundschule und das Gymnasium, die vom öffentlichen Schüler_innentransport ab Poppau angefahren werden. Derzeit wird eine neue Grundschule in Beetzendorf gegründet (siehe unten).
Eine weiterführende Schule in Freier Trägerschaft, die Jeetze-Schule in Salzwedel JiS (Integrierte Gesamtschule) für die Klassen 5-13 hat im Schuljahr 2005/2006 den Betrieb aufgenommen und mit 20 Fünftklässler_innen gestartet, die in diesem Jahr zu Zwölftklässler_innen werden. Durch die jährliche Aufnahme von 40 Fünftklässler_innen baut sich die Schule nach und nach auf. Vernetzter Unterricht/ Projektunterricht, Freiarbeit und Fachunterricht sind die drei Säulen des Unterrichtskonzeptes, sowohl individuelles als auch gemeinschaftliches Lernen werden gefördert. Zur Zeit besuchen fast alle SchülerInnen ab Klasse 5 aus Sieben Linden die JiS, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab Poppau erreichbar ist. 

Die nächstgelegene Waldorfschule für die Klassen 1-12 ist in Wolfsburg, wird aber aufgrund der zu großen Entfernung (50 km) bisher von Sieben Linden aus nicht angesteuert. 

Kontakt: Freie-Schule-Altmark@t-online.de 
Weitere Infos unter www.freie-schule-altmark.de 
Kontakt Jeetze-Schule Salzwedel: www.jeetzeschule.de , Tel. 03901/3059840

Versuch der Gründung einer Grundschule in Freier Trägerschaft: Die Lindenschule

Der Verein Lernwege e.V. hat sich Ende 2011 mit dem Ziel gegründet, eine Grundschule ins Leben zu rufen, die ein reformpädagogisches Lernverständnis verbindet mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Als Schulstandort war Rohrberg (zehn km entfernt von Sieben Linden) angedacht, der Schulstart war für 2013/2014 geplant. Leider sind das Konzept und die einzureichenden Unterlagen seitens des Kultusministeriums nicht genehmigungsfähig gewesen. 

Der Unterricht sowie das gesamte Lernumfeld der Lindenschule zielten ab auf ein umfassendes Mitweltbewusstsein. Auch die Entwicklung eines guten Gespürs für die menschliche Ökologie, die eigene Gesundheit und Lebensweise gehört zu diesem Selbstverständnis. Die landesweit gängigen Fachlehrpläne, die Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen und auch die künstlerischen Fächer würden dabei nicht vernachlässigt, es sollte zum Teil jahrgangs- wie auch fächerübergreifend unterrichtet werden. Die Schule sollte mit 12-15 Kindern der Jahrgänge 1-4 starten und dann allmählich ausgebaut werden auf ca. 45 Kinder. 

Der reformpädagogische Ansatz der Lindenschule beinhaltete, dass Lernen angstfrei und mit ganzheitlichen Methoden stattfinden kann. So wäre etwa ein Tag „Freiluftschule“ pro Woche angedacht gewesen: Naturnahe Outdoor-Aktivitäten mit viel Bewegung und Sinneserfahrung, auch ein großes Öko-Schulgarten-Projekt und Exkursionen zu anderen Lernorten in der näheren Umgebung, wo die Kinder das „echte Leben“ erfahren und begreifen können. Einer dieser Orte sollte auch immer wieder Sieben Linden sein. Auch in Sachen Gemeinschaftlichkeit ist Sieben Linden Vorbild, denn das soziale Miteinander, die lebendige Schulgemeinschaft einschließlich der Elternschaft sollte einen großen Stellenwert haben. 

InitiatorInnen waren neben Eltern aus dem Ökodorf auch einige Menschen aus der Umgebung. Die Lindenschule sollte regional gut verankert sein, die zugezogenen Sieben LindnerInnen und gebürtige AltmärkerInnen zusammenbringen und das alternative Netzwerk um das Ökodorf herum stärken. Nicht zuletzt wollten wir bildungsorientierten Familien den Zuzug in die Altmark schmackhaft machen. 

 

Wie ist die aktuelle Lage des Lernwege e.V.?

In diesem Jahr haben wir uns um Ostern herum in einer kleinen Gruppe zusammengefunden, um den aktuellen Stand unserer Kinder und ihrer Befindlichkeit bzgl. des Themas Schule darzulegen und um die Bedürfnisse und Vorstellungen der Menschen vor Ort in Sieben Linden (das Thema Schule betreffend) mitzuteilen.

Hierbei haben wir erfahren, dass die Kinder und Jugendlichen in Sieben Linden in ihren Schulen mehr oder weniger zufrieden sind, einige Schulwechsel angedacht oder schon vollzogen sind und dass aber eigentlich im Moment vor allem auch Möglichkeiten, eine Nachmittagsgestaltung (ergänzend zur Schule) nutzen zu können, erwünscht wären.

Da der bisherige Versuch einer Schulgründung mit seinen ganzen Hürden und Herausforderungen jetzt drei Jahre lang die Kräfte der aktiven Mitglieder und des Vorstandes ganz schön gedämpft haben, und noch immer nicht klar ist, was eigentlich die BewohnerInnen des Ökodorfes (bzgl. Schule) wirklich wollen, haben wir uns darüber Gedanken gemacht, was aktuell einerseits für die aktiven Gründungsmitglieder kapazitätenmäßig möglich ist und andererseits auch sinnvoll für die derzeitigen Bedürfnisse.

In diesem Jahr wollen wir noch den bereits begonnenen Fragebogen (Fragen an die Sieben LindnerInnen zum Thema Schule und Kapazitäten jedes/r Einzelnen) weiterführen, ihn beginnen auszuwerten und Schlüsse aus ihm ziehen, was möglich ist, wenn wir den Weg weiterverfolgen, diese Schule zu gründen. Es werden noch Matineés zu bestimmten Themen geplant, zu der alle sich angesprochen fühlenden SiebenLindnerInnen eingeladen sind. Und ein anderer Aspekt wäre dieses Nachmittagsangebot in Ergänzung zur Schule. Darüber hinaus überlegen wir, wie wir auch die umliegenden schon vorhandenen Schulen involvieren könnten bzw. wie und ob wir auch dort bestimmte Angebote machen könnten, um den staatlichen Lehrplan zu ergänzen. Vielleicht kann auch so eine Schule sich langsam bilden, eben über einen ganz anderen indirekteren Weg?

 

Wie könnt Ihr / können Sie die Schulinitiative unterstützen?

·         Werdet Mitglied im Lernwege e.V.!

·         Kontaktiert uns (lernwege_ev(ätt)posteo.de), wenn Ihr Ideen, Anregungen oder Erfahrungsberichte mitteilen möchtet!

Meldet Euch, wenn Ihr selbst LehrerInnen seid und eine alternative Schule mitgestalten möchtet!