Ernährungsweise:

 Alle Lebensmittel (bis auf wenige, ökologisch nicht verfügbare Ausnahmen), die über den Naturwaren e.V. Sieben Linden eingekauft und den Menschen im Dorf zur Verfügung gestellt werden, stammen aus kontrolliert ökologischem Anbau. 
 Wir haben vor vielen Jahren die Entscheidung getroffen, dass in sämtlichen gemeinschaftlich genutzten Bereichen zumindest vegetarisch, meist vegan gekocht und gegessen wird, dies entspricht unserer Suche nach einem „gemeinsamen Nenner“. 
 In der Gemeinschafts- und Seminarküche werden morgens und abends vegane und vegetarische Gerichte bereitgestellt - mittags wird vorwiegend vegan gekocht. Hier essen die Gäste und alle Bewohner_innen, die noch keine eigene Küche haben oder sich aus anderen Gründen dafür entscheiden. In den privaten Küchen kann jede_r zubereiten, kochen, essen, lagern etc., was er oder sie will. Rohköstliche Ernährung erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
 
 Lebensmittelversorgung: 
 Alle Bewohner_innen sind Mitglied in der „Food-Coop“ Naturwaren Sieben Linden e.V. und werden über einen festen und für alle gleichen Tagessatz und Mitgliedsbeitrag mit Lebensmitteln versorgt. Diejenigen Lebensmittel, die wir nicht selbst anbauen oder herstellen, werden von Gärtnereien, Bäckereien und Händler_innen aus der Region bzw. vom Naturkost-Großhandel bezogen.
 Beim Naturwaren e.V. sind alle Bewohner_innen, Probezeitler_innen und Dauergäste automatisch Mitglied. Initiiert wurde die Food-Coop vor 13 Jahren im Ökodorf Projektzentrum Groß Chüden und es ging nie darum, wer wieviel verbraucht, sondern dass alle gleich viel zahlen und dadurch Unterschiede im Verbrauch ausgeglichen werden. Klar war immer, dass „Luxusgüter“ wie Saft, Alkohol, Schokolade, Chips... nicht im Tagessatz enthalten sind. Einer der vielen Vorteile dieser Regelung ist der solidarische Aspekt, dass das Essen der Kinder von allen Erwachsenen gleichermaßen mitgetragen wird. Sie hat auch Nachteile: beispielsweise verliert mensch den direkten Bezug zum monetären Wert der Lebensmittel.
 Die Produktpalette umfasst momentan ca. 80 verschiedene (vegetarische bzw. vegane) Nahrungsmittel von Brot und Getreide, Hülsenfrüchten, Gemüse und saisonalem Obst über Brotaufstriche und Marmeladen bis hin zu Gewürzen und Backzutaten und außerdem Shampoo, Klopapier und andere Dinge des täglichen Bedarfs. Alles weitere kann im täglich geöffneten Naturwarenladen zugekauft werden.
 Es gibt neben dem Naturwaren e.V. den „Rat Lebensmittel“, der über die übergeordneten Belange des Anbaus, Einkaufs und der Lagerung von Nahrung nachdenkt und entscheidet. 
 
 Lebensmittelverarbeitung: 
 Der Eigenbedarf an herzhaften Brotaufstrichen, Marmeladen und Konserven wird seit vielen Jahren aus eigener Herstellung gedeckt. In der Einmachküche in Strohpolis gibt es den Raum, abseits des normalen Küchengeschehens Nahrungsmittel zu „veredeln“, die an die Haushaltskasse oder nach außerhalb vermarktet werden können. 
 In so genannten „Einmachwochen“ wird die Fülle des Obstes aus Garten und Region zu Marmeladen verarbeitet. Für Frühstück und Abendbrot werden vegane Aufstriche, Kräuter-Pestos, Kräutermargarinen u.a. hergestellt. Für das monatlich stattfindende Sonntagscafé und andere festliche Anlässe backen wir die Kuchen und Torten selbst. 
 Außerdem stellen wir Tees, Pralinen, Kräuteröle und viele weitere leckere Dinge selbst her.

Future of Food

Von August 2013 bis August 2015 war der Sieben Lindener Wildkräuterversand Wilde-7 Teil der europäischen Grundtvig-Lernpartnerschaft “Future Of Food”, zusammen mit Partnerorganisationen aus Spanien, Holland, Ungarn und Irland. Die Lernpartnerschaft beschäftigte sich mit der Erforschung und dem Austausch von Wissen zu neuen Einsichten und Erkenntnissen in nachhaltige Praktiken rund um Nahrung für einen gesunden Planeten und für gesunde Menschen, sowie mit der Weitergabe der Ergebnisse auf möglichst inspirierende Art und Weise. www.wilde-7.de/future-of-food/

oder direkt zur FOF-Seite: http://fof.gaiaysofia.com/