Gartenbau - Landwirtschaft

 
 Garten:

Die Gärtner_innen des Ökodorfes bearbeiten den größten Teil der für Garten zur Verfügung stehenden Anbaufläche und versorgen die Gemeinschaft mit Gemüse und Obst, das sind knapp 8 ha Weide- und Gartenland; ein Teil des Landes wird für den Anbau von Pferdefutter, ein anderer für Baumschulpflanzen genutzt. Es besteht die Bereitschaft der Gemeinschaft, für die Produkte wesentlich höhere Preise, als marktüblich zu zahlen. Es gibt mehrere Gartenteams, den „Sige-Garten“, der von der Siedlungsgenossenschaft bewirtschaftet wird, und die Gärtnerei Uga Wolf, die auch die Obstbaumschule betreibt. Weitere Menschen aus der Gemeinschaft beteiligen sich auf kleineren Parzellen an der Ausweitung der Selbstversorgung in Sieben Linden. 
Gartenbau und Landwirtschaft werden im Ökodorf in erster Linie eine Rolle für die Eigenversorgung spielen; nur ausgewählte, sowie veredelte Produkte oder der Überschuss der Selbstversorgung werden über den Verein „Naturwaren Sieben Linden e.V.“ an Kund_innen außerhalb Sieben Lindens verkauft.
Der Anbau an sich orientiert sich an verschiedensten Richtungen: biologisch-dynamisch nach Rudolf Steiner und mit dem Traktor, organisch-biologisch und mit Pferden und bio-vegan (also rein pflanzlich) und von Hand.

Landwirtschaft

Die zur Verfügung stehenden Ackerflächen werden bisher von einem benachbarten Biobauern bewirtschaftet. Weitere fünf Hektar sind bis Ende 2012 verpachtet. Eine eigene Bewirtschaftung ist angestrebt, die Art und Weise wird derzeit geprüft.
 
 Kräuter und Obst:
Von zwei jungen Menschen im Freiwilligen Ökologischen Jahr wurde im Rahmen eines Projektes ein Kräutergarten in der Nähe der Gemeinschaftsküche angelegt, der uns (inklusive der Kräteranbauflächen im Gemüsegarten) mit einer breiten Palette von frischen Küchen-, Tee- und Heilkräutern versorgt. Auch mit Wildkräutern versorgen wir uns immer wieder, von unseren eigenen Wiesen und anderen Biotopen (siehe auch den Wildkräuterversand Wilde 7). Im Jahr 2007 wurde eine kleine Streuobstwiese mit verschiedensten Obst- und Nussbäumen auf dem Ökodorfgelände gepflanzt. Außerdem können schon erste Früchte aus dem 2002 angelegten Wildobstgarten geerntet werden.
Innerhalb des Ökodorfes gibt es bisher wenige große Obstbäume, die unseren Bedarf bei weitem nicht decken. Glücklicherweise sind im nahen Umkreis von nur wenigen Kilometern noch viele alte Obstbaumalleen erhalten, so dass wir hier einen Großteil frischer Früchte (Kirschen, Mirabellen / Kirschpflaumen, Pflaumen, Äpfel, Birnen, Holunder, Schlehen...) sammeln können, die wir dann direkt essen, einkochen oder zu Marmeladen, Kuchen und anderen leckeren Dingen verarbeiten. 
Büsche mit Obst, von Rhabarber über Erd-, Johannis- und Himbeeren bis hin zu Brombeeren haben wir in Sieben Linden immer mehr und nutzen sie vollständig.
Zudem gibt es inzwischen seit mehreren Jahren Ugas Obstbaumschule in Sieben Linden, die sowohl uns und Menschen aus der Altmark mit regional gezogenen und selbst vermehrten alten Obstsorten versorgt.