Wasserkreislauf 

In der Altmark fällt pro Jahr  ca. 500 mm Niederschlag. Auf 5000 m²/Einwohner_in von Sieben Linden sind das ca. 2500 m³ Niederschlag pro Einwohner_in und Jahr. Das Regenwasser von den Dächern versickert in Hausnähe in Versickerungsmulden bzw. wird in unseren Feuerlösch-Badeteich geleitet. 

35 m³ Grundwasser pro Jahr und Bewohner_in bzw. knapp 70 ltr/Tag im Haushalt werden in Sieben Linden verbraucht. Ca. 40 ltr/Tag werden im Sommer direkt in den Gärten verbraucht. Diese werden mit einer Elektropumpe aus einem 45 m tiefen Brunnen auf unserem Gelände gefördert. 

Bis 2013 kam das gesamte in Sieben Linden benötigte Wasser aus den eigenen Brunnen. 2014 wurden wir zwangsangeschlossen und beziehen unser Trink- und Brauchwasser nun vom Wasserverband Klötze. Unser Widerstand dagegen war nicht fruchtbar. Nun haben wir höhere Kosten und sind nicht mehr unabhängig, was das Wasser angeht. Um Wasserbrauch und Kosten zu senken, wurden im Dorf vermehrt Regentonnen aufgestellt, da die Verteilung von Brunnenwasser und Grauwasser bisher nur in Garten/Brunnennähe möglich ist. Unsere Gärten werden weiterhin vom eigenen Brunnen bewässert.

Durch die Komposttoiletten ohne Wasserspülung, ist der Wasserverbrauch auf ca. 1/2 des Bundesdurchschnitts reduziert und das Abwasser wesentlich weniger belastet.

Abwasserreinigung: 

Im Rottebehälter werden die im eingeleiteten Grauwasser enthaltenen Feststoffe größtenteils zurückgehalten und von aeroben Bakterien teilweise kompostiert. Im nachgeschalteten Pflanzenbeet („bewachsener Bodenfilter“) werden wie in einem natürlichen Fluss- und Seeufer gelöste Stoffe von aeroben und anaeroben Bakterien abgebaut. Der hierfür nötige Sauerstoff gelangt im Sommer wie Winter durch das Schilfrohr bis in einen Meter Tiefe. 

Das so geklärte Wasser wird als Brauchwasser an mehreren Stellen auf unserem Gelände in Gemüse-, Kräuter-  und Blumengärten genutzt und der Rest im Wald versickern gelassen.