Regionales Engagement

Tag der Regionen 

Bewohner_innen Sieben Lindens sind Mitglied im Kreistag des Altmarkkreises Salzwedel und im Gemeinderat der Gemeinde Beetzendorf, zu der wir gehören. Sie engagieren sich in diesen Gremien für eine ökologische und soziale Kommunalpolitik.


Wir sind Mitglied im „Bundesverband der Regionalinitiativen“, Mitglied des Runden Tisches "Bildung für Nachhaltigkeit Sachsen-Anhalt" und beteiligen uns am jährlichen „Tag der Regionen“. (www.Tag-der-Regionen.de). In unserer Region haben wir die Bürgerinitiativen „Die Bahn bleibt“, „Keine Putenmastanlage“ und die Initiative für eine gentechnikfreie Zone mit entwickelt. Einige Menschen aus Sieben Linden haben sich in der BI "Kein CO2-Endlager in der Altmark!" engagiert. Wir haben vor drei Jahren die Transition Town Initiative "Energiewende Beetzendorf und Region" mitgegründet. Aus ihr sind einige Initiativen entstanden. Daraus entstand das Projekt: Radrastpunkte um Beetzendorf und die 2012 gegründete  BürgerEnergieAltmark eG

Die Siedlungsgenossenschaft Ökodorf eG sowie mehrere Sieben LindenerInnen sind Mitglied dieser BürgerEnergie-Genossenschaft und haben so maßgeblich zum Aufbau dieser regionalen Initiative für eine nachhaltigere Energieversorgung beigetragen. Das erste Projekt, eine Freiflächen-PV-Anlage mit insgesamt 750 kWp, ist im Herbst 2012 ans Netz gegangen.

Wir sind Initiatorin des Netzwerkes „EnergieBildung in der Altmark“, bei dem sich verschiedene Akteure, die im Bereich Bildungsarbeit rund um das Thema „nachhaltige Energieerzeugung / Energiesparen“ aktiv sind, zusammengeschlossen haben und durch Kooperation Synergieeffekte erzeugen wollen. 

Nicht ganz regional, aber doch sehr nahe ist das Wendland und der dortige Widerstand gegen die Einlagerung von Atommüll, insbesondere die jährlichen Castortransporte. Sieben Linden ist stets mit einem Bus zur Demo und zahlreichen Schienen- bzw. Straßenblockierer_innen vertreten. 

Wurzeln in der Region

Die ersten Jahre galten einem gegenseitigen Beschnuppern. Mit Poppau gab es die Übereinkunft „Ihr könnt hier siedeln, aber Ihr macht in Eurem Ökodorf Eures und redet uns nicht in unseren Lebensstil rein.“ Vorurteile und Ängste in Teilen der regionalen Bevölkerung mündeten in den allerersten Jahren in einen Sektenvorwurf der ev. Kirche. Intensive Öffentlichkeitsarbeit konnte diesen entkräften. In einer öffentlichen Stellungnahme musste die Kirche den Vorwurf dann zurückziehen.
 
Endlich zu sehen, dass das Dorf wächst und beachtliche Bauwerke entstehen, trug zur allgemeinen Akzeptanz bei. Die regionale Presse tat das Ihre dazu, sie berichtet oft und gerne postitiv über uns. Vor allem Energie- und Baufragen (z.B. Strohpolis) locken dann zahlreiche Besucher an. Auch das monatlich statt findende Sonntagscafé und der Tag der Regionen im Oktober sind ein willkommener Anlass für viele Menschen aus der Region, sich das Ökodorf mal anzusehen.
 Über die Jahre verstärkte sich der Kontakt mit dem Dorf Poppau und den Bewohner_innen umliegender Dörfer. Beim Volleyball-Turnier, das jährlich jeden 1. Mai ausgetragen wird und an dem auch das Ökodorf mit eigenen Mann-/Frauschaften teilnimmt, feiern wir zusammen mit Kuchen, Bier und Würstchen und vom Waldkindergarten oder Poppauer Hof organisiertem Kinderprogramm. Ein weiterer Schritt aufeinander zu ergab sich über den Poppauer Hof . Vor allem über die Kinder wurden vielfältige Kontakte mit den direkten Nachbarn wie auch anderen Bewohner_innen Poppaus geknüpft. Viele Male hat der Ökodorf-Chor sich in der musikalischen Weihnachtsandacht in der Poppauer Kirche eingebracht. Möglichkeiten gibt es noch viele.
 
 Im Jahre 2002 wurde der Verein und Laden “Naturwaren Sieben Linden e.V.“ gegründet. Neben den Bewohner_innen und den Ökodorfgästen kaufen auch immer mehr Menschen aus der Region hier ein. Ein Forschungsprojekt zur besseren Vernetzung mit regionalen Produzent_innen wurde 2005 durchgeführt. Dieser Austausch ist zwar überaus wünschenswert, aus logistischen Gründen leider nur schwer möglich.
 

Sicherlich gibt es weiterhin Vorbehalte bei Teilen der Menschen in der Region. Ein Anlass genauer hinzuschauen, was wir noch verbessern könnten. Leider tritt das Engagement für Regionalarbeit oft hinter den internen Aufbau des Ökodorfes zurück. Die Verwurzelung in der Region ist für die Entwicklung der Ökodorf-Idee jedoch von entscheidender Bedeutung.

Im Juni 2007 wurde mit der 10-Jahresfeier und im September 2012 mit der 15-Jahresfeier ein ganzer Abschnitt Ökodorfgeschichte feierlich begangen. Alle Freund_innen des Ökodorfs und die Menschen aus der Region wurden eingeladen. 
 
Über die Einschulung einiger Kinder an den Regelschulen der umliegenden Dörfer und den Besuch der Jeetzeschule in Salzwedel entstanden weitere neue Kontakte zur Region. Mit verschiedenen Projekten (Theater, Tanz und Klimaschutz, Sozialtrainings) gehen wir an die Schulen. Gleichzeitig besuchen seit einigen Jahren auch Kinder von außerhalb Angebote im Ökodorf (Tanzen, Kickboxen, Kindergarten)
 
Seit 2008 vernetzt ein Altmarkverteiler per e-mail Ökodorf-Bewohner_innen und das schon vielfältig belebte altmärkische Umland.